Zeitschrift Lydia

Kathrin Trost

„Stillhalten und Gott machen lassen“

Von Kathrin Trost, Lydia 02/2024

„Erfolg heißt, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist“, hat Winston Churchill einmal gesagt.Hingefallen bin ich bildlich gesprochen viele Male in meinem Leben. Manchmal traf es das Wort„Scheitern“ am ehesten, manchmal waren es eher durchkreuzte Wege.
Die meisten von uns haben – anders als Churchill – wohl statt einer Berg- und Talfahrt eher denHöhenflug, die steile Karriereleiter, die nur aufwärts führt, vor Augen, wenn wir von Erfolg sprechen.Unter diesem Aspekt ist mein Leben ziemlich erfolglos verlaufen.

Als Kind traute ich Gott alles zu. Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und betete inder festen Überzeugung, es werde genauso geschehen. Während meiner Ausbildung zurKinderkrankenschwester sagte ich jedem, der Probleme mit seinem Leben hatte: „Du brauchst Jesus.Nur er kann deine Wunden wirklich heilen.“
Ich trug auf der Arbeit T-Shirts mit christlichen Sprüchen, betete mit Müttern, die in den Wehen lagenund Angst um ihr viel zu früh geborenes Kind hatten. Vielen gab mein Verhalten Trost, und einigebewunderten mich für meinen authentischen und überzeugten Glauben.
Nach einem Jahr bekam ich Hautausschläge und Juckreiz von den Händedesinfektionsmitteln. Ichwusste nicht, dass ich mit Neurodermitis keinen Beruf hätte erlernen dürfen, bei dem meine Hautständig mit Wasser und aggressiven Substanzen in Berührung kommt. Drei Jahre nach der Ausbildungwar es so schlimm, dass ich aufhören musste.

 

 

Ich ging zum Jobcenter, um einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen. Die Mitarbeiterin begrüßte mich mitder Frage: „Was macht eine so gut ausgebildete Frau wie Sie bei uns?“ Ich lachte verlegen undantwortete, es seien ein paar Dinge blöd gelaufen.
Sie erwiderte: „Ja, Sie sind sicher eine Macherin und wahrscheinlich auch eine Führungspersönlichkeit,aber halt! Ich denke, Sie machen jetzt erst mal gar nichts und lassen sich psychisch erst wieder gutaufstellen.“
„Ich hatte immer gedacht, mein Vertrauen in Gott sei sehr groß. Doch die Wahrheit zeigt sich erst, wennWirbelstürme durchs Leben fegen.“

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, sehe ich die vielen Sackgassen und Umwege als Vorbereitungan, Menschen in ähnlichen Situationen verständnisvoll zu begegnen.
Ich habe in der Natur immer wieder wunderbare Begegnungen mit Gott, in denen er zu mir spricht. Erumgibt mich mit seiner Güte und macht mir klar, dass ich nicht kämpfen muss, denn er wird das fürmich tun.
Die einzige Konstante in meinem Leben ist Gott – mein himmlischer Vater, der mich geschaffen hat, undsein Sohn Jesus Christus, der sein Leben für mich gegeben hat, damit ich frei von Schmerz, Schuld undScham ein Leben in dem Bewusstsein von Ehre, Würde und Gnade führen kann.
In den leidvollen Zeiten war ich Gott näher als in meinen Freudenzeiten, weil ich absolut auf ihnangewiesen war, mich wie ein kleines Kind vertrauensvoll in seinen Schoß geflüchtet habe.

Mein Antrieb

Ich erlebe immer wieder, wie viel sich verändern kann, wenn Menschen sich wirklich verstanden fühlen.
Wenn aus Konflikten wieder Gespräch wird. Wenn aus Distanz wieder Verbindung entsteht.
Wenn aus Überforderung wieder neue Kraft entsteht.

Persönlich

Mein christlicher Glaube ist Teil meiner inneren Haltung. Er prägt meinen Blick auf Menschen – respektvoll, hoffnungsvoll und getragen von dem Vertrauen, dass Entwicklung möglich ist.

 

Kundenstimmen

Sarah – Unterstützung im Trennungsprozess mit drei Kindern

„Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, Begleitung und Rat. Sie haben uns geholfen, einen unbekannten, dunklen Weg auszuleuchten. Ich bin durch Ihre positiven und pragmatischen Worte und Fragen inzwischen sehr optimistisch und nehme mein Leben mit allen Herausforderungen in die Hand. Ich freue mich auf eine gute Zukunft für uns. Herzlichen Dank dafür!“

Andre (51 J.) – Eheprobleme

„Vielen Dank für den heutigen Termin, der ganz viele empathische Impulse gegeben hat. Meine Frau und ich hatten eine schwere Zeit. Wir hatten nun eine sehr gute Aussprache und einen wunderschönen Neustart hinbekommen.“

Max (33 J.) und S. (32J.) – Eheprobleme

Er: „Die letzte Stunde hat viel nochmal gedanklich angestoßen und mir Zuversicht gegeben.“

Sie: „Ich habe gelernt, mit meinem Mann darüber zu reden und die Themen so zu bearbeiten und ggfs. Loszulassen. Wir sind gerade dabei vieles in unserer Familie anzuschauen und treffen große Entscheidungen, um unser Glück zu finden. Sie haben mir viele Denkanstöße gegeben und mein Mann die Sicherheit, es zu verarbeiten. Ich bedanke mich hierfür sehr!“

Annika (30 J.) – Probleme in der Partnerschaft

„Die Fragen, die Frau Trost uns gestellt hat, haben wir uns noch nie gestellt. Wir können jetzt ganz anders miteinander reden, haben viel über uns selbst gelernt.“

Frau W. – Unterstützung nach Trennung für sich und ihre siebenjährige Tochter

„Frau Trost hat sich viel Zeit genommen, das ganze Familiensystem kennenzulernen. Wir haben gelernt, was unsere Tochter braucht, was weniger hilfreich für sie ist und wie wir alle (auch die neue Partnerin des Kindesvaters) einen guten Weg für uns selbst und im Miteinander finden können.“

Hr. und Fr. V. – Umgangsregelung bei hochstrittiger Trennung

„Frau Trost hört zu, bleibt neutral und ist für uns immer wieder eine gute Ansprechpartnerin. Sie kümmert sich zeitnah um unsere Anliegen und nimmt sich Zeit.“

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